Compliance & Risiko
IKS, Risiko-Management, Compliance-Systeme, DSG
Einträge
- Ad-hoc-Publizität
Pflicht börsenkotierter Unternehmen zur unverzüglichen Veröffentlichung kursrelevanter Tatsachen, geregelt im SIX Kotierungsreglement.
- BCM (Business Continuity Management)
Systematische Vorbereitung und Steuerung der Geschäftskontinuität bei Krisen, Ausfällen und Katastrophen mit Plänen, Strukturen, Übungen und Tests.
- Code of Conduct
Verhaltenskodex einer Gesellschaft — schriftliche Festlegung von Werten und Verhaltenserwartungen für Mitarbeitende und Organe.
- Compliance
Regeltreue der Gesellschaft — Einhaltung von Gesetzen, internen Richtlinien und ethischen Standards sowie das System zur Sicherstellung dieser Einhaltung.
- Compliance Audit
Systematische Prüfung der Compliance-Strukturen, -Prozesse und -Wirksamkeit zur Identifikation von Schwächen, Verbesserungspotenzialen und regulatorischen Lücken.
- Compliance Monitoring
Laufende, kontinuierliche Überwachung der Compliance-Wirksamkeit mit Indikatoren, Sampling, Datenanalyse und Frühwarnung.
- Comply or Explain
Swiss-Code-Prinzip, wonach Abweichungen von Governance-Empfehlungen zwar zulässig, aber begründet öffentlich erläutert werden müssen.
- Corporate Governance
Gesamtsystem der Führung und Kontrolle einer Gesellschaft — Verhältnis zwischen Verwaltungsrat, Geschäftsleitung, Aktionären und weiteren Stakeholdern.
- Cyber Incident Response
Systematische Reaktion auf Cybervorfälle mit Detection, Containment, Eradication, Recovery und Lessons Learned sowie Meldepflichten und Krisenkommunikation.
- Cyber-Governance
Verantwortung des Verwaltungsrats für die Steuerung von Cyberrisiken, Schutzkonzepten, Meldewegen und Resilienz.
- Daten-Governance
Regeln und Verantwortlichkeiten für Datenqualität, Datenschutz, Zugriffsrechte und verantwortungsvolle Datennutzung im Unternehmen.
- Digital Governance
VR-Verantwortung für die Steuerung von IT, Daten, Cybersecurity, KI und Plattformrisiken als integrierte Domäne.
- Digitalkompetenz im Verwaltungsrat
Fähigkeit des Verwaltungsrats, digitale Geschäftsmodelle, IT-Risiken, Cybersecurity und KI sachgerecht zu beurteilen und zu steuern.
- Drittparteirisiko
Risiken aus der Zusammenarbeit mit Dritten wie Lieferanten, IT-Dienstleistern, Cloud-Providern, Outsourcing-Partnern, Beratern, Vertriebspartnern und Joint-Venture-Partnern.
- Due Diligence
Systematische Prüfung der Stärken, Schwächen und Risiken einer Gesellschaft oder Transaktion vor wesentlichen Entscheidungen — Voraussetzung der VR-Sorgfaltspflicht.
- Emerging Risks
Neu entstehende, sich entwickelnde oder noch unzureichend verstandene Risiken mit potenziell substanziellen Auswirkungen, die etablierte Risiko-Frameworks fordern.
- ESG (Environmental, Social, Governance)
Rahmenwerk für die Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten in strategischer Führung und Investmententscheidungen.
- Exportkontrolle
Regulierung der Ausfuhr sensibler Güter, Software und Technologie über Güterkontrollgesetz, Kriegsmaterialgesetz und Embargogesetz mit Bewilligungs- und Dokumentationspflichten.
- Fraud Risk
Risiko vorsätzlicher Täuschung zum eigenen oder fremden Vorteil zu Lasten der Gesellschaft, von Bilanzfälschung über Vermögensdelikte bis zu externem Betrug und CEO-Fraud.
- Geldwäschereirisiko
Risiko, dass Vermögenswerte mit verbrecherischer Herkunft über die Gesellschaft eingeschleust werden mit Pflichten zu KYC, Transaktionsüberwachung und Meldung an MROS.
- Governance-Audit
Systematische Prüfung von Statuten, Reglementen, Rollen, Protokollen und Risikoarchitektur einer Gesellschaft auf Governance-Reife.
- IKS (Internes Kontrollsystem)
Firmeninternes System aus Kontrollmechanismen zur Sicherstellung der Zielerreichung, Compliance und ordnungsgemässen Berichterstattung — gesetzlich gefordert nach OR.
- Innovation Committee
Ausschuss des Verwaltungsrats für Innovation, Technologie, Geschäftsmodell-Entwicklung und strategische Zukunftsoptionen.
- Insiderrecht
Regelwerk zum Umgang mit nicht-öffentlichen kursrelevanten Informationen und zum Verbot ihrer Ausnutzung am Markt.
- Interne Revision
Unabhängige Prüfungsfunktion im Unternehmen zur Beurteilung von Risiken, Kontrollen und Prozessen.
- Key Risk Indicators (KRI)
Messbare Indikatoren zur Operationalisierung des Risikoappetits, mit Schwellenwerten und Eskalations-Mechanismen für proaktive Risiko-Steuerung.
- KI-Governance
Regeln, Strukturen und Verantwortlichkeiten für die verantwortungsvolle Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen.
- Klumpenrisiko
Konzentration wesentlicher Risiken auf einzelne Kunden, Lieferanten, Geographien, Produkte oder Mitarbeitende, die im Schadenfall die Gesellschaft existenziell gefährden können.
- Korruptionsprävention
Systematische Verhinderung von Bestechung und Bestechlichkeit im öffentlichen und privaten Sektor durch Policies, Kontrollen, Trainings und Reporting.
- KYC (Know Your Customer)
Pflicht zur Identifizierung und Risikoprüfung von Kunden und Geschäftspartnern, insbesondere zur Verhinderung von Geldwäscherei und Sanktionsverstössen.
- Lieferkettenrisiko
Risiken aus der gesamten Wertschöpfungskette von Rohmaterial bis Endkunde inkl. Lieferantenausfälle, Logistik, geopolitische Verwerfungen und Compliance-Anforderungen.
- Nachhaltigkeitsstrategie
Strategische Ausrichtung einer Gesellschaft an ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeitszielen — Integration in die Gesamtstrategie statt Parallel-Programm.
- Non-Financial Reporting
Berichterstattung über Nachhaltigkeit, ESG, Klima, soziale und Governance-Themen, gesetzlich gefordert nach OR Art. 964a-c und EU-CSRD.
- Reputationsrisiko
Gefahr von Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust gegenüber Kunden, Mitarbeitenden, Investoren, Behörden und Öffentlichkeit mit substanziellen geschäftlichen Folgen.
- Risiko-Management
Systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung aller wesentlichen Risiken einer Gesellschaft — Kernverantwortung des VR.
- Risikoappetit / Risk Appetite Statement
Strategische Entscheidung des Verwaltungsrats, welche Risiken die Gesellschaft zur Zielerreichung tragen will, schriftlich festgehalten als Risk Appetite Statement.
- Risikokultur
Geteilte Werte, Haltungen und Verhaltensweisen einer Organisation im Umgang mit Risiken, Fehlern, Offenheit und Eskalation.
- Sanktionen-Compliance
Einhaltung internationaler und schweizerischer Sanktions- und Embargo-Regimes mit Pflichten zu Screening, Lizenzen, Reporting und Dokumentation.
- Speak-Up-Kultur
Organisationskultur, die Mitarbeitende ermutigt, Bedenken, Beobachtungen und Hinweise frühzeitig und ohne Angst vor Nachteilen anzusprechen.
- Technologieausschuss
VR-Ausschuss oder Einzelbeauftragter für Technologie, Digitalisierung, Cybersecurity und KI-Steuerung.
- Three Lines Model
Strukturierungsmodell für Risiko-, Compliance- und Aufsichtsfunktionen mit operativem Management, Risk und Compliance sowie Internal Audit als drei unabhängigen Verteidigungslinien.
- Transparenz
Grundprinzip der Corporate Governance zur nachvollziehbaren Kommunikation von Informationen, Entscheidungen, Vergütungen und Beziehungen gegenüber Stakeholdern.
- Whistleblowing
Geschütztes Meldesystem für mutmassliche Unregelmässigkeiten innerhalb der Gesellschaft, ohne Nachteile für die meldenden Personen.